Das Land mit den Flüssen aus Milch und Honig und den immer noch blühenden Landschaften, das Land meiner revolutionären Träume, ein Traum von einer karibischen Pirateninsel, die Hauptstadt des edel mundenden Rums, das alles ist irgendwie Cuba und irgendwie auch nicht.
8 Tage Cuba bedeuten 8 Tage realexistierenden Kommunismus so halbwegs am eigenen Leib erleben. Warum halbwegs? Naja, leider kann man hier mit ausländischen Divisen schon den einen oder anderen Schabernack anstellen und vieles läuft nach den bekannten Regeln des Räuberkapitalismus ab, nur viel lustiger. Cuba ist teuer, jedenfalls für den Klassenfeind aus dem Kapitalismus. Aber dazu später mehr.
Der erste Eindruck von Cuba ist so lala, der Flughafen ist jetzt auch nicht so anderes als woanders auf der Welt, zwar werden wir nicht vom Flugzeug gelassen weil es regnet, was die ganzen Turboskapitalisten an Bord des Flugzeugs fast in den Wahnsinn treibt, aber ich hab meinen Spass. Aber Regen, muss das sein? Wir werden leider nicht von der Cubanischen Stasi in die Mangel genommen, die sich eh enttäuschent stark zurückhält, wollte doch IM werden, auch den Namen hatte ich schon vorbereitet: Broda. Immerhin wird die moderne Version der Geruchsprobe genommen, oder der Apperat untersucht die politische Gesinnung oder es ist ne reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, jedenfalls werden wir von einer mir bis heute unbekannten Maschine gescannt. Und tja, man muss halt unterschreiben, dass man keine Schweinpest hat, wäre ja auch echt ne Sauerei. Zum Glück ist der kluge Reisende heutzutage so gut vorbereitet, dass er die Maske, stilsicher und formschön trägt. Mein persoenliches Rezept, Alkohol der stark genug ist desinfiziert auch gut.
Mal in Havanna wirklich angekommen, stellt sich das Problem wo unterkommen, zuerst sieht das ganz duester aus, bis dann viele nette Cubaner auf einmal ankommen um uns aus unserer Not zu erretten. So dass wir bald in alle Himmelsrichtungen verstreut uns Casas angucken.
Obwohl ja "Real Estate" die Goldgrube sein soll, sind wir nicht hier zum Haeuserkaufen. Die "Casas Particulares" sind die Moeglichkeit in Cuba unterzukommen. Das heisst Privatleute vermieten Zimmer in ihrem Haus an Auslaender, damit sie das machen duerfen muessen sie sich eine Lizenz vom Staat kaufen. Die ist leider echt teuer und so geben die Herbergseltern in klein das direkt an den Endverbraucher weiter.
Denn wisse, jeder der in Cuba mit Auslaender am Hut hat, hats gut. Denn Auslaender bezahlen in CUC oder auch Pesos Convertibles, die sind so mehr oder weniger nen Dollar wert (ausser dass der Cubaner da natuerlich noch Strafsteuern draufhaut) und dafuer gibts Essen in Restaurants, Museen, Kuehlschraenke und Waschmaschinen. Es gibt aber auch noch die Moneda Nacional, die ist verdammt wenig wert, aber wenn man mal eine Lokalitaet findet wie Taxis oder lustige Restaurants, dann gibts wenig oder manchmal gar nichts und ganz selten ganz viel fuer umgerechnet nichts. In dieser Doppelwirtschaft leben die Cubaner, und so sind Philosophieprofessoren Taxifahrer und den ganzen Tag in seiner Casa particular rumsitzen und auf Turisten warten ist nen eintraeglicher Job.
Modifizierter Kommunismus, denn gleichzeitig gibt es in diesem Land keine Werbung. Keine Schilder, Leuchtreklame, nichts, absolut nichts, gar nichts. Die einzige Werbung die es gibt ist fuer die Revolution. "Patria o muerte" und andere Fidel Zitate, Che und Cienfuegos Abbilder und immmer wieder wie toll die Revolution doch ist. Das ist Propaganda. Ja, klar. Aber wenigstens ist es aufrichtig dabei und tut nicht so wie unsere Werbung uns zu zeigen wie gesund, gross, schnell, toll etwas ist und das natuerlich nur zu unserem besten. Hier ist nicht der Konsum die Maxime hier ist es die Revolution.
"Die Revolution ist ein Krafte staerker als alle Naturgewalten" - Fidel Castro
Ende Teil 1
Dienstag, 19. Mai 2009
Mittwoch, 6. Mai 2009
Der alltägliche Telefonterror
Um nicht nur immer Bilder und Geschichten von tropischen Stränden, Subtropischen Regenwäldern und Tropicalsäften zu posten, will ich euch einmal von dem ganz normalen Wahnsinn schreiben der mein täglich Brot ist. Naja wir verdienen so wenig, dass man sich nicht mal Brot leisten kann, aber das ist eine andere Geschichte für einen anderen Tag. Außerdem sind wir in den Tropen und hier meckert man nicht so viel wie in Deutschland, hier ist man tropisch positiv. Wobei grade die Regenzeit wieder angefangen hat, was einfach nur scheiße ist, das kann man drehen und wenden wie man will. Das ist und bleibt scheiße.
Zurück zu meinem Alltag also... der beginnt normalerweise zur zivilen und annehmbaren Stunde. Punkt 8:00. Nur heute musste ich früher raus.Um 6:00 morgens verlasse ich also mein Bett und bin bei weitem nicht alleine im Haus unterwegs, denn um diese nachtschlafende Zeit sind meine Brüder schon aus den Federn und am Duschen, Früstücken und Lamentieren. So geselle ich mich ein Weilchen dazu bevor ich los muss, denn heute besuche ich ein Colegio. Wenn Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten oder so was in der Art. Zum Glück bin ich trotz fehlendes Sportes noch in der Lage mich geschmeidiger als ein Bergmassiv zu bewegen und passe in Busse und Taxis und so geht es zu meinem ersten Stopp des Tages.
Der ist eine katholische Schule. So richtig mit Nonnen. Gibt man denen den hier üblichen Wangenkuss oder die Hand? Ich hab keine Ahnung und entscheide mich gegen alles und für einfach mal nichts tun. So werd ich kurz mal allen Schülern auf dem sprichwörtlcihen Präsentierteller präsentiert und halte eine kleine Rede vor der versammelten Schülerschaft. Arme kleine Wesen, katholische Schulen machen bestimmt keinen Spaß. Die Nonne ist jedenfalls sehr nett. Zum Abschied sag ich einfach Tschüß und mach mich von dannen.
Auf dem Weg zur Arbeit, denn es ist immer noch sehr früh am Tag und es gilt ja "ora et labora", passiert dann ein definitives Highlight dieses Tages. Mein Bus wird ungefähr auf der Höhe auf der ich mich befinde von einem ausparkenden Kleinlaster mit Zeitlupengeschwindigkeit gerammt. Volle Breitseite. Ein wenig Lamentieren und eine Fahrerflucht später, gehts dann in einem anderen Bus weiter. Denn hier in Costa Rica müssen die Unfallbeteiligten an Ort und Stelle stehen bleiben bis die Polizei kommt. Ort und Stelle bedeutet so wie der Unfall geschehen ist. So gehen die meisten Staus hier auf Kosten solcher in mitleidenschaft gezogenen an ungünstigter Stelle stehenden Wagen. Und natürlich der vielen Schaulustigen die sich das Spektakel des Unfalls nicht entgehen lassen wollen und deswegen möglichst langsam vorbei fahren. So entstehen die meistens Staus auch auf der Nebenfahrbahn des eigentlichen Unfalls.
Nicht nur die Nonnen und Pfaffen spinnen, sondern auch die Costa Ricaner. Aber was solls der Tag ist ja noch lange nicht vorbei, also kann man sich auch nicht zu lange mit wundern aufhalten.
Schließlich gilt es heute noch mehr Schulen zu besuchen. Das ist eine willkommene Abwechslung vom normalen Büroalltag und bringt uns hoffentlich viele willige und zahlundswillige kleine Ticos die alle in so traditionelle Bombenländer wie Ungarn, Maleisia oder Brasilien wollen (welche Idioten gehen schon für nen Jahr nach Brasilien...Rad ab!). Das einzige Problem die meisten Schulen wollen nicht so wirklich wie wir wollen, denn die sind privat Schulen und verdienen gut an ihren Schülern, also ist deren Interesse mit uns zu teilen eher gering einzuschätzen und so können wir oft nur Flyer und Broschüren, Poster und gute Worte vor Ort lassen und müssen uns vertrösten lassen, meistens auf den weltberühmten Sankt Nimmerleinstag, manchmal wird auch der Tag an dem die Hölle zu friert in Aussicht gestellt. Was besser ist keine Ahnung, dazu hab ich nicht lange genug mit den Nonnen geredet.
Jedenfalls gewährt uns ein alter Haudegen von Lehrer eine Audienz. Was sowohl lustig und unterhaltsam, als bizarr und langweilig, als hilfreich und produktiv und manchmal merkwürdig war, denn dieser Lehrer ist schwer interessiert und gibt uns einen Termin um mit den Schülern zu reden, gleichzeitig ist er sehr begeistert von unserer Vergangenheit als Austauschschüler aber behauptet chinesisch und portugisisch wären die Sprachen der Zukunft. Dies bezweifle ich schwer und lass mir auch von niemanden einreden, dass portugisisch lernen was hilfreiches für meine berufliche Zukunft wäre. Ey ich hab mich für Brasilien wegen Strand, Sonne, Fußball und Karnevall entschieden. Also redet mir da gefälligst nicht rein. Ansonsten haben viele Menschen strange Ansichten über Hitler, aber das ist ja nichts neues. Alles in allem einer dieser Lehrer die gerne reden...und reden...und reden.
Nachmittags zurück in der Oficina heißt es dann telefonieren! Das ist ein so großer Spaß, dass sich alle die Telefonhörer gegenseitig aus den Händen reißen, weil niemand nichts lieber macht. Und deswegen sitz ich vor einer Liste mit annährend 200 Namen, diese welche ich anrufen darf und blogge lieber. Hach wie schön prokrastinieren. Vielleicht sollte ich so nen Experten über Telefon anrufen, damit der mir mit dieser schweren, stark im kommenden (laut meines einzig meinungsbildenden Nachrichtenmediums SPIEGEL Online) Krankheit hilft. Oder eine meine neuen Nonnenfreundinnen. Die haben immerhin einen kurzen Draht zu dem da oben.
Ich telefonier dann mal wieder ein bisschen...
Zurück zu meinem Alltag also... der beginnt normalerweise zur zivilen und annehmbaren Stunde. Punkt 8:00. Nur heute musste ich früher raus.Um 6:00 morgens verlasse ich also mein Bett und bin bei weitem nicht alleine im Haus unterwegs, denn um diese nachtschlafende Zeit sind meine Brüder schon aus den Federn und am Duschen, Früstücken und Lamentieren. So geselle ich mich ein Weilchen dazu bevor ich los muss, denn heute besuche ich ein Colegio. Wenn Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten oder so was in der Art. Zum Glück bin ich trotz fehlendes Sportes noch in der Lage mich geschmeidiger als ein Bergmassiv zu bewegen und passe in Busse und Taxis und so geht es zu meinem ersten Stopp des Tages.
Der ist eine katholische Schule. So richtig mit Nonnen. Gibt man denen den hier üblichen Wangenkuss oder die Hand? Ich hab keine Ahnung und entscheide mich gegen alles und für einfach mal nichts tun. So werd ich kurz mal allen Schülern auf dem sprichwörtlcihen Präsentierteller präsentiert und halte eine kleine Rede vor der versammelten Schülerschaft. Arme kleine Wesen, katholische Schulen machen bestimmt keinen Spaß. Die Nonne ist jedenfalls sehr nett. Zum Abschied sag ich einfach Tschüß und mach mich von dannen.
Auf dem Weg zur Arbeit, denn es ist immer noch sehr früh am Tag und es gilt ja "ora et labora", passiert dann ein definitives Highlight dieses Tages. Mein Bus wird ungefähr auf der Höhe auf der ich mich befinde von einem ausparkenden Kleinlaster mit Zeitlupengeschwindigkeit gerammt. Volle Breitseite. Ein wenig Lamentieren und eine Fahrerflucht später, gehts dann in einem anderen Bus weiter. Denn hier in Costa Rica müssen die Unfallbeteiligten an Ort und Stelle stehen bleiben bis die Polizei kommt. Ort und Stelle bedeutet so wie der Unfall geschehen ist. So gehen die meisten Staus hier auf Kosten solcher in mitleidenschaft gezogenen an ungünstigter Stelle stehenden Wagen. Und natürlich der vielen Schaulustigen die sich das Spektakel des Unfalls nicht entgehen lassen wollen und deswegen möglichst langsam vorbei fahren. So entstehen die meistens Staus auch auf der Nebenfahrbahn des eigentlichen Unfalls.
Nicht nur die Nonnen und Pfaffen spinnen, sondern auch die Costa Ricaner. Aber was solls der Tag ist ja noch lange nicht vorbei, also kann man sich auch nicht zu lange mit wundern aufhalten.
Schließlich gilt es heute noch mehr Schulen zu besuchen. Das ist eine willkommene Abwechslung vom normalen Büroalltag und bringt uns hoffentlich viele willige und zahlundswillige kleine Ticos die alle in so traditionelle Bombenländer wie Ungarn, Maleisia oder Brasilien wollen (welche Idioten gehen schon für nen Jahr nach Brasilien...Rad ab!). Das einzige Problem die meisten Schulen wollen nicht so wirklich wie wir wollen, denn die sind privat Schulen und verdienen gut an ihren Schülern, also ist deren Interesse mit uns zu teilen eher gering einzuschätzen und so können wir oft nur Flyer und Broschüren, Poster und gute Worte vor Ort lassen und müssen uns vertrösten lassen, meistens auf den weltberühmten Sankt Nimmerleinstag, manchmal wird auch der Tag an dem die Hölle zu friert in Aussicht gestellt. Was besser ist keine Ahnung, dazu hab ich nicht lange genug mit den Nonnen geredet.
Jedenfalls gewährt uns ein alter Haudegen von Lehrer eine Audienz. Was sowohl lustig und unterhaltsam, als bizarr und langweilig, als hilfreich und produktiv und manchmal merkwürdig war, denn dieser Lehrer ist schwer interessiert und gibt uns einen Termin um mit den Schülern zu reden, gleichzeitig ist er sehr begeistert von unserer Vergangenheit als Austauschschüler aber behauptet chinesisch und portugisisch wären die Sprachen der Zukunft. Dies bezweifle ich schwer und lass mir auch von niemanden einreden, dass portugisisch lernen was hilfreiches für meine berufliche Zukunft wäre. Ey ich hab mich für Brasilien wegen Strand, Sonne, Fußball und Karnevall entschieden. Also redet mir da gefälligst nicht rein. Ansonsten haben viele Menschen strange Ansichten über Hitler, aber das ist ja nichts neues. Alles in allem einer dieser Lehrer die gerne reden...und reden...und reden.
Nachmittags zurück in der Oficina heißt es dann telefonieren! Das ist ein so großer Spaß, dass sich alle die Telefonhörer gegenseitig aus den Händen reißen, weil niemand nichts lieber macht. Und deswegen sitz ich vor einer Liste mit annährend 200 Namen, diese welche ich anrufen darf und blogge lieber. Hach wie schön prokrastinieren. Vielleicht sollte ich so nen Experten über Telefon anrufen, damit der mir mit dieser schweren, stark im kommenden (laut meines einzig meinungsbildenden Nachrichtenmediums SPIEGEL Online) Krankheit hilft. Oder eine meine neuen Nonnenfreundinnen. Die haben immerhin einen kurzen Draht zu dem da oben.
Ich telefonier dann mal wieder ein bisschen...
Dienstag, 28. April 2009
Der Schweinekram
Sonntag, 12. April 2009
Der Stand der Dinge in Bild und (ohne) Ton
Mittwoch, 8. April 2009
Das Land im hohen Norden
Erstaunlicherweise ist Nicaragua um einiges wärmer als Costa Rica, obwohl es weiter gen Norden gelegen ist.
Es ist sogar bedeutend wärmer und vor allem in Leon macht sich die Hitze bemerkbar. Denn Hamburgs Partnerstadt ist nicht nur viel kleiner als die Hansestadt an der Elbe, sondern auch viel wärmer. Nach einer Hitze geprägten Fahrt kommen wir am Sonntag Nachmittag in Leon an. Sofort wird offensichtlich, dass Leon ein bedeutend schönerer, gastfreundlicher und angenehmer Ort als Managua ist.
Alte Gemäuer, offene Plätze, Menschen auf der Straße sitzend und sich unterhaltend, Hitze und Rum, so stellt man sich Lateinamerika vor. Ich fühl mich wie im richtigen Film. Endlich. Endgültig. All die Zeit war ich wohl im falschen Film.
Zwar stellt sich Leon (und vor allem nicht seine Museen) nicht als nicht so überragend aufregend herraus. Aber wir hatten viel Spass in der Stadt des Löwen.
Untergebracht in einem der beiden Hostels der Stadt (gegenüber liegend in der gleichen Straße) tauchen wir ein in die internationale Backpackerszene und finden schnell neue Freunde aus aller Herren Länder. So wird ein lustiger Abend im Sprachenwirrwarr verbracht. Franzosen können echt kein Englisch! Und Christian muss sich einiges anhören, schließlich ist er mit einem Trolley unterwegs. An sich haben wir Glück, dass er überhaupt in die Hostels gelassen wird.
Den Montag verbringen wir an einem Strand in der Nähe von Leon mit gepflegtem Nichtstun oder wie es seit einer Begegnung in San Juan del Sur bekannt sein werden soll: "extreme Hamocking" (leider fehlte dir Hängematte.
Dienstag geht es dann weiter nach Granada, der anderen "schönen" Stadt Nicaraguas. Diese ist am Lago de Nicaragua gelegen, auf dem wir eine Bootstour unternehmen werden, extrem "gentrified" (ja, ich habe in der Schule was gelernt. Erdkunde Prüfungsfach und so!) und ein hübsches Städchen, nur weit weniger authentisch als Leon. Hier laufen alte Gringo Turisten mit dem ersten Bier um 9 Uhr morgens rum und die Sträßchen und Häuser erstrahlen in frisch renoviertem Glanz. Das mag erklären warum alles teuer ist. Nicaragua teuer, nicht Costa Rica teuer. Der Unterschied? Costa Ricanische Preise sind absurd, verrückt, geisteskrank hoch.
Jedenfalls ist Granada schön, wir machen am Mittwoch einen Abstecher zum nahe gelegenen Vulkan, mit Höhlenwanderung und dramatischen Fotoshootings im Zwielicht. Nikki outet sich nachts als offensichtlicher Naturwissenschaftler: "Was ist denn das für ein stranges Licht da hinter dem Berg?" "Ähmm, das ist der Mond!" und der deutlich überforderte Führer muss sich mit Spanisch und Englisch sprechenden Nervensägen auseinandersetzen. Ach ja, ich habe mir ne Hängematte gekauft, auf dass, das "Extreme Hamocking" nicht so schnell ein Ende findet.
Donnerstag. Wieder einmal über Land. Wieder mal Bus. Hitze. Verkäufer und Fahrt übers Land. Immerhin ist Nicaragua flach und erspart dem Reisenden, Serpentinen und Anstiege. Außerdem kann man sich vergleichsweise schnell von A nach B bewegen. Noch ein Vorteil gegenüber Costa RIca.
San Juan del Sur. Der Touriort Nicaraguas. Ein verschlafenes Nest an der Küste. Das Wasser ist zu kalt zum baden, aber die Wellen groß genug für die Surfer aus den verschiedensten Ecken der Welt. Im Hostel finden wir einen treuen Skatkollegen und den Erfinder des "Extreme Hamockings", außerdem wahrscheinlich den einzigen Berliner der Hertha Fan ist. Freitag gehts dann an den Strand in der Nähe der Stadt wo sich wie es sich für jeden Trip gehört der wehrte Verfasser dieser Zeilen einen Sonnenbrand holt. (Immerhin hat das Sonnenzeug funktioniert wie man hinterher an lustigen weißen Flecken auf dem Rücken erkennen kann.)
Schließlich geht es am Samstag morgen wieder in aller Frühe aus Nicaragua zurück nach Costa Rica. Einige Stunden an der Busstation wartend, im Bus verbringend, an der Grenze wartend und wieder im Bus verbringend, kommen wir Nachmittags im Land des "Pura Vida" an, zu Hause. Auch wenn Nicaragua das bessere Costa Rica sein mag (sogar das Bier ist nicht schlecht), so ist Costa Rica doch mein dritte Heimat.
Fotos einer wunderbaren Reise in das Land der Nicaraguer, Nicaraguenses, Nicaraguaner oder was auch immer, jedenfalls im hohen Norden kann man hier bestaunen in chronologischer Reihenfolge:
http://picasaweb.google.com/jonasvonhoffmann/Nicaragua?pli=1&gsessionid=4LnYX9Gg0opHImvM6d0T_A#
Es ist sogar bedeutend wärmer und vor allem in Leon macht sich die Hitze bemerkbar. Denn Hamburgs Partnerstadt ist nicht nur viel kleiner als die Hansestadt an der Elbe, sondern auch viel wärmer. Nach einer Hitze geprägten Fahrt kommen wir am Sonntag Nachmittag in Leon an. Sofort wird offensichtlich, dass Leon ein bedeutend schönerer, gastfreundlicher und angenehmer Ort als Managua ist.
Alte Gemäuer, offene Plätze, Menschen auf der Straße sitzend und sich unterhaltend, Hitze und Rum, so stellt man sich Lateinamerika vor. Ich fühl mich wie im richtigen Film. Endlich. Endgültig. All die Zeit war ich wohl im falschen Film.
Zwar stellt sich Leon (und vor allem nicht seine Museen) nicht als nicht so überragend aufregend herraus. Aber wir hatten viel Spass in der Stadt des Löwen.
Untergebracht in einem der beiden Hostels der Stadt (gegenüber liegend in der gleichen Straße) tauchen wir ein in die internationale Backpackerszene und finden schnell neue Freunde aus aller Herren Länder. So wird ein lustiger Abend im Sprachenwirrwarr verbracht. Franzosen können echt kein Englisch! Und Christian muss sich einiges anhören, schließlich ist er mit einem Trolley unterwegs. An sich haben wir Glück, dass er überhaupt in die Hostels gelassen wird.
Den Montag verbringen wir an einem Strand in der Nähe von Leon mit gepflegtem Nichtstun oder wie es seit einer Begegnung in San Juan del Sur bekannt sein werden soll: "extreme Hamocking" (leider fehlte dir Hängematte.
Dienstag geht es dann weiter nach Granada, der anderen "schönen" Stadt Nicaraguas. Diese ist am Lago de Nicaragua gelegen, auf dem wir eine Bootstour unternehmen werden, extrem "gentrified" (ja, ich habe in der Schule was gelernt. Erdkunde Prüfungsfach und so!) und ein hübsches Städchen, nur weit weniger authentisch als Leon. Hier laufen alte Gringo Turisten mit dem ersten Bier um 9 Uhr morgens rum und die Sträßchen und Häuser erstrahlen in frisch renoviertem Glanz. Das mag erklären warum alles teuer ist. Nicaragua teuer, nicht Costa Rica teuer. Der Unterschied? Costa Ricanische Preise sind absurd, verrückt, geisteskrank hoch.
Jedenfalls ist Granada schön, wir machen am Mittwoch einen Abstecher zum nahe gelegenen Vulkan, mit Höhlenwanderung und dramatischen Fotoshootings im Zwielicht. Nikki outet sich nachts als offensichtlicher Naturwissenschaftler: "Was ist denn das für ein stranges Licht da hinter dem Berg?" "Ähmm, das ist der Mond!" und der deutlich überforderte Führer muss sich mit Spanisch und Englisch sprechenden Nervensägen auseinandersetzen. Ach ja, ich habe mir ne Hängematte gekauft, auf dass, das "Extreme Hamocking" nicht so schnell ein Ende findet.
Donnerstag. Wieder einmal über Land. Wieder mal Bus. Hitze. Verkäufer und Fahrt übers Land. Immerhin ist Nicaragua flach und erspart dem Reisenden, Serpentinen und Anstiege. Außerdem kann man sich vergleichsweise schnell von A nach B bewegen. Noch ein Vorteil gegenüber Costa RIca.
San Juan del Sur. Der Touriort Nicaraguas. Ein verschlafenes Nest an der Küste. Das Wasser ist zu kalt zum baden, aber die Wellen groß genug für die Surfer aus den verschiedensten Ecken der Welt. Im Hostel finden wir einen treuen Skatkollegen und den Erfinder des "Extreme Hamockings", außerdem wahrscheinlich den einzigen Berliner der Hertha Fan ist. Freitag gehts dann an den Strand in der Nähe der Stadt wo sich wie es sich für jeden Trip gehört der wehrte Verfasser dieser Zeilen einen Sonnenbrand holt. (Immerhin hat das Sonnenzeug funktioniert wie man hinterher an lustigen weißen Flecken auf dem Rücken erkennen kann.)
Schließlich geht es am Samstag morgen wieder in aller Frühe aus Nicaragua zurück nach Costa Rica. Einige Stunden an der Busstation wartend, im Bus verbringend, an der Grenze wartend und wieder im Bus verbringend, kommen wir Nachmittags im Land des "Pura Vida" an, zu Hause. Auch wenn Nicaragua das bessere Costa Rica sein mag (sogar das Bier ist nicht schlecht), so ist Costa Rica doch mein dritte Heimat.
Fotos einer wunderbaren Reise in das Land der Nicaraguer, Nicaraguenses, Nicaraguaner oder was auch immer, jedenfalls im hohen Norden kann man hier bestaunen in chronologischer Reihenfolge:
http://picasaweb.google.com/jonasvonhoffmann/Nicaragua?pli=1&gsessionid=4LnYX9Gg0opHImvM6d0T_A#
Mittwoch, 18. März 2009
Der Nicaraguense
heißt eigentlich wie genau auf Deutsch? Nicaraguar, Nicaraguense, Nica, Nicaraguaner oder einfach Bewohner Nicaraguas?
Eigentlich auch vollkommen egal, Latte, Lax, Jacke wie Hose, unwichtig und grade deswegen musste es in meinen Blog.
Wir, das sind Nikki (mein älterer Wikingerbruder), Christian (der andere FSJler im AFS Büro) und Ich. Tja, wer ich bin, das musst du, werter Leser, schon wissen, sonst gibt es wohl wenig Grund, dass du dich hierher verirrt hast. Aber egal. Also, wir drei Deutschen also, machen uns eines Samstag morgens in aller Herrgottsfrühe (7:30 am Wochenende !!!) auf ins weit entfernte Nicaragua. Eine lange und beschwerliche Reise (direkt Bus mit Klimaanlage und Fernsehprogramm) später erreichen wir Managua.
Managua ist eine merkwürdige "Stadt". Scheinbar in den 70ern von einem Erdbeben total zerstört, haben die vergangenen Jahrzehnte voller blutiger Konflikte und offenem Bürgerkrieg das Stadtbild gezeichnet. Denn es ist nicht nur eine Stadt ohne wahres Zentrum, sondern die verschiedenen Parteien haben ihre Macht in Monumenten ausgedrückt. Vor 30 Jahren haben die Sandinisten die Revolution in Nicaragua zu ihren Gunsten gestaltet und die Macht übernommen, davon zeugen an verschiedensten Stellen Denkmäler von ganz unterschiedlicher Anmut und Schönheit. "Fühlt sich so ein bisschen an wie Cuba." sagt auch passender Weise unser realexisistierender Sozialismus erfahrener Nordmann Nikki.
Nicaragua wir grade mal wieder von Daniel Ortega regiert. Der ist nicht nur Held der Revolution von damals, sondern hat es geschafft (wie die meisten gefeierten revolutionäre) seine einstigen Befürworter in der ganzen Welt zu vergraulen und enttäuschen und sogar Anfang der 90er demokratisch abgewählt worden zu sein. EIn kleiner Imagewechsel später ist man wieder an der Macht und so lächelt Presidente Comandante Daniel Ortega von überlebensgroßen Plakaten auf sein Volk herab. Mit Chavez und Castro hat er zwei richtig gute Skatkumpels, deswegen macht es ihm recht wenig aus, dass die USA und EU dem bitterarmen Nicaragua grade den Geldhahn zudrehen wollen auf Grund von angeblich manipulierten Wahlen. Selbst bei der SPD in Hamburg wird bei so was getrickst und denen erklärt niemand gleich den Krieg (wahrscheinlich aus Mitleid).
Wirklich aßergewöhnlich ist, dass die FSNL ihre Farben von kämpferisch schwarz-rot zu schweinchen Rose gewechselt hat. Tolle Revolutionshelden! Wer kann denn da aufrechter Sandinist sein ohne sich in Gefahr zu begeben zur rosa-Polo-Shirt-Tennis Connection zu gehören?
Jedenfalls ist Managua als Stadt echt strange, überall wird einem stänig gesagt wie gefährlich alles ist und so weiter und so fort. Es gibt keine durchgehende, zusammenhängende Bebauung, das ist wohl der auffälligste Unterschied zwischen Managua und San Jose, denn langweilig sind sie ähnlich doll.
Immerhin liegt Managua an einem See. Leider ist der so dreckig, dass die Restaurants an der Uferpromenade den Blick aufs Wasser verhängen. So mag es nicht überraschen, dass wir schon am Sonntag Nachmittag unsere Siebensachen (so nen Trolly als Backpacker ist schon nicht so cool, oder Christian? Darüber später mehr) gepackt haben und uns auf den Weg nach Norden, nach Leon gemacht haben.
Darüber in einem späteren Post mehr. Spannung. Fotos gibts auch bald. Also bleib dran. Nach der Werbung. Trommelwirbel. Oder wenn ich Zeit und Lust hab die hoch zu laden.
Eigentlich auch vollkommen egal, Latte, Lax, Jacke wie Hose, unwichtig und grade deswegen musste es in meinen Blog.
Wir, das sind Nikki (mein älterer Wikingerbruder), Christian (der andere FSJler im AFS Büro) und Ich. Tja, wer ich bin, das musst du, werter Leser, schon wissen, sonst gibt es wohl wenig Grund, dass du dich hierher verirrt hast. Aber egal. Also, wir drei Deutschen also, machen uns eines Samstag morgens in aller Herrgottsfrühe (7:30 am Wochenende !!!) auf ins weit entfernte Nicaragua. Eine lange und beschwerliche Reise (direkt Bus mit Klimaanlage und Fernsehprogramm) später erreichen wir Managua.
Managua ist eine merkwürdige "Stadt". Scheinbar in den 70ern von einem Erdbeben total zerstört, haben die vergangenen Jahrzehnte voller blutiger Konflikte und offenem Bürgerkrieg das Stadtbild gezeichnet. Denn es ist nicht nur eine Stadt ohne wahres Zentrum, sondern die verschiedenen Parteien haben ihre Macht in Monumenten ausgedrückt. Vor 30 Jahren haben die Sandinisten die Revolution in Nicaragua zu ihren Gunsten gestaltet und die Macht übernommen, davon zeugen an verschiedensten Stellen Denkmäler von ganz unterschiedlicher Anmut und Schönheit. "Fühlt sich so ein bisschen an wie Cuba." sagt auch passender Weise unser realexisistierender Sozialismus erfahrener Nordmann Nikki.
Nicaragua wir grade mal wieder von Daniel Ortega regiert. Der ist nicht nur Held der Revolution von damals, sondern hat es geschafft (wie die meisten gefeierten revolutionäre) seine einstigen Befürworter in der ganzen Welt zu vergraulen und enttäuschen und sogar Anfang der 90er demokratisch abgewählt worden zu sein. EIn kleiner Imagewechsel später ist man wieder an der Macht und so lächelt Presidente Comandante Daniel Ortega von überlebensgroßen Plakaten auf sein Volk herab. Mit Chavez und Castro hat er zwei richtig gute Skatkumpels, deswegen macht es ihm recht wenig aus, dass die USA und EU dem bitterarmen Nicaragua grade den Geldhahn zudrehen wollen auf Grund von angeblich manipulierten Wahlen. Selbst bei der SPD in Hamburg wird bei so was getrickst und denen erklärt niemand gleich den Krieg (wahrscheinlich aus Mitleid).
Wirklich aßergewöhnlich ist, dass die FSNL ihre Farben von kämpferisch schwarz-rot zu schweinchen Rose gewechselt hat. Tolle Revolutionshelden! Wer kann denn da aufrechter Sandinist sein ohne sich in Gefahr zu begeben zur rosa-Polo-Shirt-Tennis Connection zu gehören?
Jedenfalls ist Managua als Stadt echt strange, überall wird einem stänig gesagt wie gefährlich alles ist und so weiter und so fort. Es gibt keine durchgehende, zusammenhängende Bebauung, das ist wohl der auffälligste Unterschied zwischen Managua und San Jose, denn langweilig sind sie ähnlich doll.
Immerhin liegt Managua an einem See. Leider ist der so dreckig, dass die Restaurants an der Uferpromenade den Blick aufs Wasser verhängen. So mag es nicht überraschen, dass wir schon am Sonntag Nachmittag unsere Siebensachen (so nen Trolly als Backpacker ist schon nicht so cool, oder Christian? Darüber später mehr) gepackt haben und uns auf den Weg nach Norden, nach Leon gemacht haben.
Darüber in einem späteren Post mehr. Spannung. Fotos gibts auch bald. Also bleib dran. Nach der Werbung. Trommelwirbel. Oder wenn ich Zeit und Lust hab die hoch zu laden.
Montag, 2. März 2009
Der gelangweilte Arbeiter und seine Beschäftigung
... ist dann doch das Bloggen. Nachdem ich gefühlt jede meiner präferierten Seiten des welt weiten Netzes mehr oder weniger auswendig kenne (Titanic-magazin.de für Nachrichten und SpiegelOnline für nicht zu überbietende Realsatire), blogge ich wieder.
Mein viel erwartet Comeback, auferstanden von den ProgramCode Leichen des Internets und in neuem, alten Format. (nein, getwittert wird nicht oder was auch immer inzwischen total Web 2.0 ist)
Mein ganz persönlicher Punkt zu all diesen tollen Features auf jeder zweiten Websites, die ganzen tollen sozialen Netzwerke und hier und da die Möglichkeit sich einzubringen. Die Idee ist ja nicht wirklich schlecht und auch nicht ganz blöd aber vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr. Das einzige Problem, dass jedes dieser Features davon abhängt, dass die User, Menschen, also du, ich und wir diese Features auch benutzen. Sonst verkommt das Pflänzchen des Web 2.0 wie diese Seite, denn ohne regelmässige Aktualisierung entstehen Datenfriedhöfe. So haben mich heute vollkommen unabhängig voneinander nach meinem Blog gefragt, dass hat mir faulen Sack den entscheidenden Schubs gegeben nicht wie eine Bahnschranke oder Mehlsack umzufallen, sondern was das Bloggen angeht von den Toten wieder aufzuerstehen.
Seit einiger Zeit bin ich stolzes Mitglied von vier verschiedenen Social Networks: Orkut für meine Brasilianer, Studivz für meine Deutschen, Facebook für alle und vor allem Costa Ricaner und Internations weil das irgendwie die Welt besser machen soll oder so. Also müssten viele Leute ziemlich traurig sein sollte ich in Fleisch und Blut vor dem Bildschirm den Löffel abgeben und auf die Tastatur stürzen. Aber in Wahrheit bin ich schon lange zu mindestens scheintot vor allem für meine vielen, bunten brasilianischen "Freunde", denn seit 2 Jahren beschränkt sich mein Engagement auf ... ähmmm... nichts!
Also ohne Einsatz, Arbeit, Schweiß und Blut, Sehnenscheidenentzündungen und kaputten Augen, lebt das lebendige World Wide Web nicht, außer der eine oder andere böse Virus. Aber auch den hat der gemeine Hacker gebastelt, denn all die vielen Angebote bringen nichts ohne Personen die sie nutzen.
Z.b. unsere gemeinen Konkurrenten von der anderen Seite der Macht, EF, die haben hier ne super-schöne-spitzen Seite und alles ganz toll. Aber in deren Kalender findet sich kein einziger Termin und in der News Sektion keine einzige Neuigkeit.
Wozu also der ganz Spass? Ich erklär mir das wie den Alibipass. Hauptsache wir haben was gemacht. Vielleicht kann man solchen Leuten auch die besten Intentionen unterstellen. Wie mir. Schließlich kommen sie irgendwann zu Vernunft und schreiben was in ihrem Blog. Auch wenn es keinen Sinn macht oder jemanden interessiert.
Auch Schreiben des Schreiben wegens ist Schreiben.
Was ist der Unterschied zwischen Angela Merkel und einem Telefon?
.
.
.
keiner. Aufhängen und Neuwählen.
In diesem Sinne es geht mir gut und bald kommen auch sinnvolle Beiträge. Ich gelobe Besserung, wenn ich nicht in einer langweilig Reunion sitze, sondern Zeit und Muse hab. Bunt und in Farbe.
Mein viel erwartet Comeback, auferstanden von den ProgramCode Leichen des Internets und in neuem, alten Format. (nein, getwittert wird nicht oder was auch immer inzwischen total Web 2.0 ist)
Mein ganz persönlicher Punkt zu all diesen tollen Features auf jeder zweiten Websites, die ganzen tollen sozialen Netzwerke und hier und da die Möglichkeit sich einzubringen. Die Idee ist ja nicht wirklich schlecht und auch nicht ganz blöd aber vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr. Das einzige Problem, dass jedes dieser Features davon abhängt, dass die User, Menschen, also du, ich und wir diese Features auch benutzen. Sonst verkommt das Pflänzchen des Web 2.0 wie diese Seite, denn ohne regelmässige Aktualisierung entstehen Datenfriedhöfe. So haben mich heute vollkommen unabhängig voneinander nach meinem Blog gefragt, dass hat mir faulen Sack den entscheidenden Schubs gegeben nicht wie eine Bahnschranke oder Mehlsack umzufallen, sondern was das Bloggen angeht von den Toten wieder aufzuerstehen.
Seit einiger Zeit bin ich stolzes Mitglied von vier verschiedenen Social Networks: Orkut für meine Brasilianer, Studivz für meine Deutschen, Facebook für alle und vor allem Costa Ricaner und Internations weil das irgendwie die Welt besser machen soll oder so. Also müssten viele Leute ziemlich traurig sein sollte ich in Fleisch und Blut vor dem Bildschirm den Löffel abgeben und auf die Tastatur stürzen. Aber in Wahrheit bin ich schon lange zu mindestens scheintot vor allem für meine vielen, bunten brasilianischen "Freunde", denn seit 2 Jahren beschränkt sich mein Engagement auf ... ähmmm... nichts!
Also ohne Einsatz, Arbeit, Schweiß und Blut, Sehnenscheidenentzündungen und kaputten Augen, lebt das lebendige World Wide Web nicht, außer der eine oder andere böse Virus. Aber auch den hat der gemeine Hacker gebastelt, denn all die vielen Angebote bringen nichts ohne Personen die sie nutzen.
Z.b. unsere gemeinen Konkurrenten von der anderen Seite der Macht, EF, die haben hier ne super-schöne-spitzen Seite und alles ganz toll. Aber in deren Kalender findet sich kein einziger Termin und in der News Sektion keine einzige Neuigkeit.
Wozu also der ganz Spass? Ich erklär mir das wie den Alibipass. Hauptsache wir haben was gemacht. Vielleicht kann man solchen Leuten auch die besten Intentionen unterstellen. Wie mir. Schließlich kommen sie irgendwann zu Vernunft und schreiben was in ihrem Blog. Auch wenn es keinen Sinn macht oder jemanden interessiert.
Auch Schreiben des Schreiben wegens ist Schreiben.
Was ist der Unterschied zwischen Angela Merkel und einem Telefon?
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keiner. Aufhängen und Neuwählen.
In diesem Sinne es geht mir gut und bald kommen auch sinnvolle Beiträge. Ich gelobe Besserung, wenn ich nicht in einer langweilig Reunion sitze, sondern Zeit und Muse hab. Bunt und in Farbe.
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